Gefahr erkannt – Gefahr gebannt

Veröffentlicht: 16.03.2013

Gothaer Fernwärmestadtwerke beugen mit Wärmebildkamera Havariefällen vor

 

Logo Fernwärmestadtwerke GothaTonnenschwere Fahrzeuge rollen jeden Tag über die Versorgungsleitungen, die unter Straßen ein riesiges Trassennetz bilden. Gerade einmal 80-150 Zentimeter tief liegen die Stahlrohre in der Erde, zumeist unterhalb öffentlicher Verkehrsflächen. Und wo tausende Autos unter schlaglochübersäten Straßen verschleißen, machen die ständigen Erschütterungen auch den Trassen der Fernwärmeversorgung zu schaffen.

 

Abhilfe schafft hier derzeit Norbert Höllmann. Der 52-jährige Techniker arbeitet seit fast 18 Jahren für die Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH. Neben seiner eigentlichen Aufgabe, der Energietechnik, ist es gerade jetzt im Winter seine Aufgabe, das Leitungssystem auf mögliche Schäden zu überprüfen. „Damit sollen Havariefälle wie vergangene Woche in Gera vermieden werden“, erklärt er. „Explosionen dieser Art kann es in unserem System ohnehin nicht geben, da hier statt Gas heißes Wasser durchfließt.“ Der Schaden wäre trotzdem groß, denn ohne Fernwärme hätten rund 9.700 Haushalte in Gotha weder eine warme Wohnung noch eine heiße Dusche. „Fatal, wenn so ein Havariefall in den kalten Wintermonaten passiert!“, warnt Höllmann, beruhigt aber sogleich: „So etwas kam in Gotha noch nie vor.“ Dennoch gibt es für solche Krisenfälle Notpläne – das Technische Hilfswerk würde den Gothaern im Fall des Falles kurzfristig und unkompliziert schweres Gerät zur Verfügung  stellen, um den Schaden schnell zu beheben. „Kleine Notfälle repariert der eigene 24-Stunden-Notdienst der Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH, das bemerken die Bewohner oft gar nicht“, so Höllmann.

 

Damit es gar nicht erst so weit kommt, investierte die Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH 2010 in eine hochwertige Wärmebildkamera. Mit ihrer Hilfe können Leckagen oder lockere Klemmen in den Schaltschränken ausgemacht und behoben werden. „Die Kamera hat sich bereits mehrfach bezahlt gemacht – so konnten wir Havarien am Ekhofplatz, in der Mönchelstraße sowie in der Gartenstraße verhindern“, berichtet Norbert Höllmann. Wichtig sei, so Höllmann, dass man die Kamera richtig einstelle und die Ergebnisse richtig interpretiere. „Häufig werden diese Kameras ja auch von Energieberatern eingesetzt, die damit Wärmeverluste an Gebäuden kontrollieren und den Leuten anschließend je nach Einstellung an den Kameras teure Dämmmaßnahmen verkaufen“, ärgert sich der Energietechniker und zeigt an seinem Kollegen, wie sich die Bildeinstellungen verändern lassen.

 

Fernwärme havarieDabei sei die Energie aus dem Fernwärmenetz eine ganz eigene Geschichte- ein System, was es auch nicht in allzu vielen Städten gibt. Aus diesem Grund beraten Norbert Höllmann und seine Kollegen Bauherren im Stadtgebiet, die ihr heißes Wasser aus dem Fernwärmenetz beziehen wollen, schon vorher. „Hier kann schon bei der Bauplanung Hilfestellung gegeben werden, indem beispielsweise die Wochenprogramme optimiert, Isolierungen eingesetzt oder die richtige Stationsgröße berechnet wird. Denn nur mit der richtigen Stationsgröße kann dem Verschleiß durch Unter- oder Überlastung und einem möglichen Energieverlust vorgebeugt werden.

 

BUT 1: So sieht ein Blick durch die Wärmebildkamera aus: Fernwärmemitarbeiter Norbert Höllmann kontrolliert derzeit die Leitungen unterhalb der Stadt, um Havariefällen wie in Gera vorzubeugen.


KulTourStadt GmbH plant neues Weihnachtsmarktkonzept

Veröffentlicht: 14.03.2013

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Eine neue Chance für den Gothaer Weihnachtsmarkt

Kaum hat das neue Jahr begonnen, wird schon wieder dessen Ausgang geplant. Nach einer Mini-Variante im vergangenen Dezember tüftelt die KulTourStadt Gotha GmbH derzeit an einem neuen Konzept des Gothaer Weihnachtsmarktes. „Mit der Verweil-Variante haben wir im vergangenen Jahr Raum und Zeit geschaffen, um mit alten Konzepten zu brechen und neue Ideen zuzulassen“, erläutert Geschäftsführer Torsten Kunz die Strategie des Stadtmarketings. „Unser Hauptziel ist es nun, das Projekt Gothaer Weihnachtsmarkt in den touristischen Kontext und damit in das Gesamtvermarktungskonzept der Residenzstadt zu setzen.“  So wollen die Initiatoren Synergien nutzen, Kosten decken, für Umsätze sorgen und letztendlich wieder einen attraktiven Weihnachtsmarkt für Bürger und Gäste bieten.

 

Erster Wichtelmarkt als stimmungsfroher Anziehungspunkt für Touristen und Bürger

Ein rund 70-seitiges Konzept bringt Rahmen, Faktoren und Kosten auf den Punkt. Unter dem Titel „Wichtelmarkt Gotha“  soll sich ein traditioneller und besinnlicher Markt vor der Rathaus- und Schlosskulisse auf dem gesamten Hauptmarkt konzentrieren. Auch will Kunz den Neumarkt mit einem Familien- und Vergnügungsbereich wieder einbeziehen. „Die Wichtel-Thematik wird sich nicht nur in den verschiedenen Aktionen und Angeboten für alle Altersklassen wiederfinden, sondern im Laufe des Jahres die gesamten Vorbereitungen begleiten und als Symbolfigur für die Vermarktung des Marktes dienen“, verrät der Geschäftsführer der KulTourStadt GmbH die wichtigsten Eckdaten des Konzepts.

Die schrittweise Umsetzung bringt nicht nur jede Menge Arbeit, sondern auch Gesprächsbedarf mit allen beteiligten Akteuren aus Verwaltung, Gewerbe und Ehrenamt mit sich. Torsten Kunz und Projektleiterin Saskia Luttkus hoffen, dass das neue Konzept eine Chance erhält. Den kritischen Augen der Stadtkämmerer jedenfalls hat es standgehalten, denn die KulTourStadt Gotha GmbH legte bereits bei der Idee Wert auf mittelfristige unternehmerische Tragfähigkeit. „Daher wird der Markt im ersten Jahr in der Zeit vom 29.11. bis 15.12.2013  täglich öffnen“, so Kunz. „Für konstruktive Vorschläge, Beiträge und Wünsche sind wir natürlich offen, denn nur durch die Zusammenarbeit zwischen Stadtmarketing, Tourismus, Stadtverwaltung, Gewerbe und Bürgern kann sich die Residenzstadt bald wieder mit einem stimmungsfrohen Weihnachtsmarkt präsentieren.“