Neuer Arbeitskreis für Mittelstandskommunikation bietet Austausch und Impulse im Zuge der Digitalisierung

Veröffentlicht: 03.01.2019

So mannigfaltig das Feld inhabergeführter kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ist, so besonders sind ihre Organisations- und Entscheidungsprozesse. Obwohl sie vor den gleichen Herausforderungen stehen wie große Unternehmen und ebenso unter dem Druck von Fachkräftemangel und Digitalisierung neue Wege gehen müssen, tun sie dies auf eine andere Art und Weise. Allein am Beispiel der Mittelstandskommunikation lassen sich deutliche Unterschiede erkennen. Dies ist nicht zuletzt den eingeschränkten personellen und zeitlichen Ressourcen geschuldet.

Krisenkommunikation, digitale Transformation, Bewegtbilder, SMART Data-Nutzung oder interne Kommunikation sind wichtige Themen, die gerade erst auf die Agenda der Mittelständler rücken. Es braucht somit eigene Austauschplattformen, da trotz aller gemeinsamen Herausforderungen markante Unterschiede zu großen Unternehmen bestehen. Bei KMU handelt es sich nicht um herunterskalierbare Konzernstrukturen. Sie folgen eigenen Regeln, bevorzugen kurze Planungshorizonte, agieren situations- und anlassbezogen nach iterativen Trial- und Error-Schleifen. Sie orientieren sich oftmals vorwiegend an den vorhandenen Ressourcen statt an strategischen Zielen.

Nicht nach Lehrbuch und trotzdem erfolgreich? Warum mittelständische Unternehmen nach anderen Regeln spielen

Eine Besonderheit stellt die Einheit von Eigentum und Leitung – oftmals sind es die Geschäftsführer selbst, die die Kommunikationsprozesse neben einer Vielzahl anderer Leitungsaufgaben verantworten. Diese Rahmenbedingungen erschweren ein langfristiges, planvolles Vorgehen. Glücklicherweise hält dieser Umstand Kommunikatoren in kleinen und mittleren Unternehmen nicht davon ab, trotzdem mutig neue Wege einzuschlagen, die vielmals ebenso zum Erfolg führen, weiß Ninette Pett. Sie ist seit 13 Jahren als PR-Beraterin tätig und unterstützt im Rahmen eines Dissertationsprojekts das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau, wo sie sich insbesondere mit dem Kommunikationsmanagement von KMU beschäftigt: „Für die wenigsten gehört gezielte Kommunikation zum Tagesgeschäft, um wertschöpfend zur Erreichung der Unternehmensziele beizutragen – doch diese Einstellung ändert sich im Angesicht der neuen Herausforderungen“, fasst Pett ihre Eindrücke aus Theorie und Praxis zusammen. „KMU finden sich selten in den Best-Practice-Beispielen der Groß- und Vorzeigeunternehmen bzw. in den Lehrbüchern wieder. Inhaltlich, finanziell und personell benötigen sie pragmatische Vorgehensweisen“. Diese sollen ab Januar 2019 im Rahmen eines Arbeitskreises unter dem Dach der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) entwickelt werden. Er wird am 25. Januar in Berlin unter der Leitung von Ninette Pett und ihrer Kollegin Manuela Seubert aus Limburg seine Arbeit aufnehmen.

Plattform für Austausch und Wissenstransfer zur Mittelstandskommunikation

Der Arbeitskreis zur Mittelstandskommunikation soll eine Plattform zum Austausch, zur gegenseitigen Unterstützung und Information bieten. Er richtet sich ausschließlich an Kommunikatoren und Berater dieser besonderen Unternehmensform. Pett und Seubert sind sich einig: Sie wollen eine Brücke schlagen zwischen Praxis und Wissenschaft, um die organisationsspezifischen Eigenheiten der KMU auch für die Kommunikationsforschung zu entdecken wie auch im umgekehrten Sinne wissenschaftliche Modelle und Vorgehen für die Praxis nutzbar zu machen. Die Gründungsveranstaltung findet im Rahmen des DPRG Take Offs 2019 statt – der Fachverband stellt an diesem Tag relevante Themen und Arbeitsfelder der Kommunikationspraxis vor und lädt Interessierte herzlich ein, mit den Kollegen ins (Fach-)gespräch zu kommen. Dabei heißt es allerdings schnell sein, da das Kartenkontingent begrenzt ist.

Informationen zur Veranstaltung erhalten kleine und mittlere Unternehmen auf der Veranstaltungsseite des DPRG Take Offs sowie im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau (mittelstandskommunikation@dprg.de).


Gipfeltreffen der Kommunikationsverantwortlichen

Veröffentlicht: 28.08.2018

Bereits zum 5. Mal trafen sich am 17. August 2018 wieder knapp 20 DPRG-Mitglieder der Landesgruppen Sachsen-Anhalt/Thüringen, Niedersachsen-Bremen und Sachsen zu ihrem jährlichen „Gipfeltreffen“ im Harz. Im traditionsreichen Klosterhotel Wöltingerode wurde anhand konkreter Praxisbeispiele die Thematik Natur & Kommunikation erörtert.
Nach dem Besuch unter Tage im Bergwerk Rammelsberg 2017 lag der Fokus diesmal auf der Flora und Fauna des Harzes. Ein besonderes Reizthema dabei: „Die wilden Tiere kehren zurück“, in das Ole Anders, Koordinator des Luchsprojektes im Nationalpark Harz, einführte.


So sind die Bemühungen, Luchs und Wolf in deutschen Wäldern wieder heimisch zu machen, nicht nur naturschutztechnisch relevant, sondern vor allem ein kontroverses Thema, das auch noch beim Abendessen im Klosterrestaurant weiter angeregt diskutiert wurde.
Ein herzliches Dankeschön für ein besonders spannendes Gipfeltreffen geht an das bewährte Organisatorenteam Reinhard Artus (Vors. DPRG-LG Sachsen-Anhalt/Thüringen), Dr. Andreas Brandtner (Vors. DPRG-LG Niedersachsen-Bremen) und Dr. Friedhart Knolle (Nationalpark Harz).

Sie bereiten schon das nächste Gipfeltreffen am 23./24. August 2019 vor und wünschen sich dazu noch mehr Gäste auch aus weiteren Landesgruppen.

Autor: Silke Ziegler-Pierce (IHK Bildungszentrum Halle-Dessau GmbH)

Fotos: Michael Rost (Uniper Kraftwerke GmbH)


Ilmenauer Studenten messen sich mit kreativen Konzepten

Veröffentlicht: 19.07.2018

Ein ganzes Semester lang erhielten Studenten intensive Praxiseinblicke: im Studiengang Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau entwickelten sie im Seminar Public Relations kreative Konzepte für zwei namhafte Thüringer Unternehmen.

Jeweils drei der sechs studentischen „Agenturen“ traten zum Abschluss des Semesters am vergangenen Freitag mit ihren strategischen PR-Konzeptionen gegeneinander an. Damit mündete die intensive Analyse- und Konzeptionsarbeit nach vier Monaten in einer realen Pitchsituation, in welchem sie ihre Ergebnisse den Auftraggebern präsentieren konnten. Betreut wurden die 30 Studenten im 4. Semester von ihren Seminarleiterinnen Elisabeth Wagner-Olfermann und Tatjana Faj, welche sie während der Analysephase sowie bei der Umsetzung methodisch anleiteten. Vielfältige Einblicke in die mittelständische Kommunikationspraxis wie auch fachlich-konstruktives Feedback zur konzeptionellen Arbeit erhielten sie zudem von Ninette Pett als Vertreterin der betreuenden Beratungsgesellschaft für Unternehmenskommunikation aus Gotha.

Die Arbeitsaufträge der Auftraggeber reichten von der strategischen Ausrichtung der Produkt-PR über Analysen zur Ausweitung des Bekanntheitsgrades bis hin zu Konzepten der Fachkräftegewinnung. Von den Ideen und Ergebnissen der Studenten zeigte sich auch die Unternehmen begeistert – mit Sandra Köditz und Steffen Brehme von SAE Schaltanlagenbau Erfurt sowie Daniel Günther und Silvio Hungsberg von Flight Design aus Eisenach saßen jeweils Experten in der Jury, die gemeinsam mit den drei Dozenten die Konzeptionen kritisch beurteilten. Hier setzen sich die beiden Agenturen Prisma Promotions sowie PRima durch – sie wurden von der Jury als Sieger ausgezeichnet.

„Das Niveau der Konzeptionen hat uns überrascht“, berichtet Daniel Günther von Flight Design. „Es waren tolle Ideen dabei, die fundiert erhoben und schlüssig miteinander verknüpft wurden.“ Auch Steffen Brehme von SAE zeigte sich von den Konzeptionen begeistert: „Dank der kreativen Konzeptionen haben wir jetzt einen umfangreichen Fundus an Maßnahmen und Botschaften, den wir für die interne und externe Kommunikation einsetzen können.“ Auch die zweit- und drittplatzierten Kommilitonen haben mit ihrer Arbeit viel gewonnen: Die Studenten konnten einen praxisnahen Einblick in ihr späteres Tätigkeitsfeld erhalten. Sie sichern sich damit nicht nur einen Pluspunkt im Lebenslauf sondern nutzten auch schon mal den direkten Kontakt zum potentiellen Praktikumsunternehmen oder Projektpartner für die kommende Abschlussarbeit.

P.S. Auch für 2019 suchen PETT PR und die TU ILmenau wieder reale „Auftraggeber“ aus der Wirtschaft, die mit ihren Aufgabenstellungen die Nachwuchsagenturen herausfordern. Ansprechpartner hierfür ist Ninette Pett (n.pett@pett-pr.de).


Mehr Kommunikation in der Managementlehre

Veröffentlicht: 25.06.2018

„Kommunikation ist genauso ein wertschöpfender Faktor wie Personal oder Kapital – dementsprechend sollte dieser Bereich auch genauso gesteuert werden“, resümierte Ninette Pett am 23. Juni 2018 am Ende ihres Vortrages zur strategischen Kommunikaton als Erfolgsfaktor für KMU.

20 Jahre Hochschule Gera-Eisenach

Anläßlich ihres 20-jährigen Bestehens hatte die Hochschule Gera-Eisenach Studenten, Alumni und Partner aus Wirtschaft und Politik eingeladen. Ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm bot vielfältige Einblicke in die Bereiche BWL und Engineering, musikalische und historische Programmpunkte rundeten den Jubiläumstag ab. Zwischen DSGVO, neuen Vertriebswegen und aktuellen Managementanforderungen reihte sich der  Impuls zur Mittelstandskommunikation ein: „Kommunikationsmanagement wird unterschätzt, schließlich machen das die Mitarbeiter ja täglich im Privaten wie auch im Beruflichen. Unternehmenskommunikation jedoch umfasst alle kommunikativen Felder, von der Organisationskommunikation über die Marktkommunikation bis hin zur PR – und diese Prozesse sind zu weitreichend, als das man sie sich selbst überlassen darf.“ Mehr Berücksichtung von strategischen Kommunikationssteuerungsmethoden und deren Wirkungsmessung in der Managementlehre, das wünscht sie sich fürheutige und zukünftige Studentengenerationen.

 



Seminare 1.Halbjahr 2014

Veröffentlicht: 20.01.2014

Wissenswertes rund um erfolgreiche Pressearbeit, Social Media Kampagnen, Webseitenredaktion und kreatives Texten für Print- und Onlinemedien verraten wir in unseren PR-Workshops und Seminaren.

Hier finden Sie die Termine für das erste Halbjahr…

 


Wußten Sie, dass…

Veröffentlicht: 14.12.2012

…es neben dem klassischen Gründercoaching Deutschland auch andere Förderprogramme gibt, welche die Beratung rund um strategische Unternehmenskommunikation für Unternehmer und Nachfolger mit bis zu 75% fördern? Die Unterstützung stammt aus dem Europäischen Sozialfond und hilft erfolgreichen Unternehmen, ihre Kommunikationsstrategie an die sich rasant verändernde Medienwelt anzupassen. Fragen Sie uns!